Das ist Erich Probach GmbH:

magazin2Am 1. August 1929 schlossen sich die Städte Barmen, Elberfeld, Cronenberg, Ronsdorf, Beyenburg und Vohwinkel zusammen: Wuppertal war geboren! 75 Jahre, in denen nicht nur gemeinsame Stadtgeschichte geschrieben wurde, sondern die auch eng mit persönlichen Lebenswegen und Firmengeschichten verbunden sind. Ein Beispiel dafür ist der Schlossereibetrieb Ernst Probach GmbH & Co.KG. Der kleine Familienbetrieb im Stadtteil Küllenhahn in Cronenberg ist genauso alt wie Wuppertal. Die jetzigen Inhaber Ralf Ackermann und Achim Weidhaas übernahmen das Unternehmen im Jahr 1998 vom (Schwieger-)Vater Siegfried Ackermann.

magazin1Wir schreiben das Jahr 1929: Die deutsche Wirtschaft hat sich nach der Inflation von 1923 erholt. Hauptgeldgeber des Wiederaufbaus in der Nachkriegszeit sind die Vereinigten Staaten. Das ändert sich schlagartig am “Schwarzen Freitag”, dem 25. Oktober 1929. Nach dem großen Börsenkrach werden die amerikanischen Kredite kurzfristig abgezogen. Die Folgen in Deutschland: Firmenzusammenbrüche, Massenentlassungen und eine sich anschließende, schwere Wirtschaftskrise, die letztendlich zum Zusammenbruch der Weimarer Republik führen sollte.

Es begann im Keller

magazin3Unberührt von den wirtschaftlichen Veränderungen beantragte der damals 28 jährige Schlossermeister Erich Probach einen Gewerbeschein. Im Keller seines Hauses Nr.5 an der Sportplatzstraße in Küllenhahn begründete er seine Selbständigkeit. Der in Harscheid geborene Schlosser fertigte Produkte für die in Cronenberg traditionell ansässige Werkzeugindustrie. Schon kurze Zeit später konnte er eigene Firmenräume anmieten, bis er 1935 den Grundstein eines Neubaus auf dem Grundstück in der Sportplatzstraße legte, wo der Betrieb noch heute seinen Sitz hat.

magazin5Nach Küllenhahn kam Erich Probach der Liebe wegen. Nachdem er einige Jahre für eine deutsche Firma in Brasilien tätig war, besuchte er einen Kollegen in Küllenhahn. Hier lernte er dessen Schwester kennen und lieben. Er entschied sich in Cronenberg niederzulassen. So richtig integriert haben ihn die Küllenhahner allerdings nie, einerseits kam er nicht “von hier”, und andererseits war er Schlosser und kein Werkzeugmacher. Doch der Unternehmer ließ sich nicht “unterkriegen” und baute sein Geschäft weiter aus. Im Zweiten Weltkrieg wurde bei zwei Bombenangriffen jeweils das Wohnhaus zerstört. Der unmittelbar neben dem Haus liegende Betrieb blieb glücklicherweise beide Male verschont, und so konnte nach Ende des Krieges die neue Produktion zügig wieder aufgenommen werden.

magazin6Ende der 50er Jahre trat traditionsgemäß Sohn Johannes in den Betrieb ein und führte ihn bis 1988. Unter der Leitung des gelernten Maschinenbaumeisters veränderte sich die Produktion. Während des Wiederaufbaus wurden Treppengerüste gefertigt, mittlerweile sind es Konstruktionen für die Maschinenbauindustrie. Die Spezialität sind geschweißte Maschinenständer. Aus gesundheitlichen Gründen mußte sich Johannes Probach Ende der 80er Jahre aus dem Geschäft zurückziehen. Seine beiden Söhne hatten jedoch kein Interesse an dem Familienunternehmen, und so übernahm Siegfried Ackermann, der bereits seit 1963 als Schlossermeister in der Firma tätig war, den Betrieb. Er führte die Geschäfte bis 1998. Dann übergab auch Siegfried Ackermann an die heutigen Besitzer , seinen Sohn Ralf Ackermann und Schwiegersohn Achim Weidhaas.

Die beiden “Jungunternehmer” beschäftigen drei Angestellte und drei Aushilfen, die in der Regel gut zu tun haben. Wichtigste Firmenphilosophie aller Inhaber war immer, sich nicht abhängig zu machen von einem Auftraggeber, sondern vielseitig und flexibel zu sein.

(Aus dem Wuppertal Magazin 7/8 1999 - Text Rita Jäger)

 

 

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